Vergangenheit erforschen - Gegenwart gestalten - Zukunft erleben

Willkommen beim Heimat- und Geschichtsverein Igstadt e.V.

Ich, der Igstadter Jupiter, begrüße Sie und freue mich, dass Sie den Weg zu unserer Website gefunden haben.

Thronender Jupiter
Thronender Jupiter

 Es erwarten Sie hier:

 - Aktuelles zu den Vorhaben des Vereins
- Interessantes zur Igstadter Ortsgeschichte

- Informationen zu Veranstaltungen

- Wissenswertes zum Verein

- Eine Fülle historischer Bilder

Warum ich Sie begrüßen darf und wer ich bin, erfahren Sie natürlich auch unter: Igstadter Jupiter.

Eine gute Nachricht: Der Igstadter Jupiter gehört zu den Ausstellungsstücken des neuen Stadtmuseums am Markt (SAM), Wiesbaden. Das Museum wurde am 11. September 2016 eröffnet und Jupiters jahrzehntelanges Dasein in einer Holzkiste fand hiermit ein glückliches Ende.

Öffnungszeiten SAM: täglich außer montags, 11-17 Uhr. Der Eintritt ist am ersten Samstag im Monat frei - wie auch im Museum, Friedrich-Ebert-Allee.

SAM_Prospekt_09-2016.pdf
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Aktuell & Interessant

Vor 90 Jahren am 1. April 1928: Igstadt wird nach Wiesbaden eingemeindet

Igstadt erlebte viele Umbrüche und Einschnitte. Der letzte Neuanfang war vor genau 90 Jahren: Igstadt wird nach Wiesbaden eingemeindet.  Das idyllisch im Hügelland des südlichen Taunus oberhalb des Wickerbaches gelegene Dörfchen Igstadt hat in seiner Geschichte so manche Einschnitte, Umbrüche und Neuanfänge erlebt. Der letzte große Einschnitt war die Eingemeindung des Ortes in die Stadt Wiesbaden am 1. April 1928, also vor genau 90 Jahren. Die Zuordnung zu Wiesbaden, der Großstadt auch damals schon, war alles andere als selbstverständlich. Igstadt musste darum fast schon dramatisch in den letzten Stunden sogar in Berlin kämpfen, sonst wäre das Dorf in den Main-Taunuskreis geschoben worden. Die ausführliche Information von Dr. Wolf-Rüdiger Schmidt lesen Sie bitte in der nachstehenden PDF-Datei.

1928_Eingemeindung Igstadt_Web.pdf
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Halbtagesexkursion des Heimat- und Geschichtsvereins Igstadt am 12. Mai 2018: Auf den Spuren des Lahn-Marmors

Auf den Spuren des Lahn-Marmors

Die diesjährige Halbtagesfahrt des Heimat- und Geschichtsvereins Igstadt führte bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen nach Villmar an der Lahn. Es war bereits das vierte Ziel des HGV im Geopark Westerwald-Lahn-Taunus. Nach der Kubacher Kristallhöhle, dem Selterswassermuseum und dem Tertiär-, Industrie- und Erlebnispark Stöffel stand dieses Mal der „Lahn-Marmor“ im Mittelpunkt der mit 42 Teilnehmern ausgebuchten Exkursion. Lahn-Marmor wurde als dekorativer Werkstein in vielen repräsentativen Bauwerken in Ländern rund um den Globus verwendet. Dazu gehören auch die Empfangshalle des Empire State Buildings in New York, der Bahnhof Haidar Pasha in Istanbul, das Kapitol in Havanna, die Eremitage in St. Petersburg und die U-Bahn in Moskau. Die Altäre im Wormser und im Limburger Dom sind ebenso mit Lahn-Marmor ausgestattet wie zahlreiche Gebäude in Wiesbaden. Beispiele sind die Säulen im Thiersch-Saal des Kurhauses, das Biebricher Schloss und der Altar der Medenbacher Kirche.

Auch in Igstadt stößt man auf den beliebten Werkstein des Barocks und des 19. Jahrhunderts, dessen Abbau aus wirtschaftlichen Gründen in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zum Erliegen kam. Das Taufbecken in der Evangelischen Kirche in Igstadt ist aus zwei Varietäten gefertigt. Umso interessanter war es für die Exkursionsteilnehmer zu erfahren, woher eigentlich der Marmor stammt und wie er gewonnen und verarbeitet wurde. Als kleinen Vorgeschmack ließ Michael Weidenfeller, der 1. Vorsitzende des HGV, acht Würfel aus Lahn-Marmor verschiedenster Färbung und Struktur im Bus herumgehen. Die Teilnehmer waren erstaunt zu erfahren, dass der Begriff „Lahn-Marmor“ als Handelsname zu verstehen ist und im geologischen Sinn kein Marmor wie z.B. der berühmte Carrara-Marmor ist. Vielmehr handelt es sich um einen Kalkstein, der sich aus Ablagerungen eines tropischen Riffs vor ca. 380 Millionen Jahre gebildet hat.

Erstes Ziel der Exkursion war das neue Lahn-Marmor-Museum direkt am Flussufer bei Villmar. Kurz vor dem Museum überquerte der Bus die aus Lahn-Marmor erbaute Brücke. In der Eingangshalle begrüßte Herr Alban vom Museumsverein die Igstadter und führte kurzweilig und äußerst kompetent durch die Ausstellung. Er berichtete über die Schwierigkeiten und Widerstände, die in der Planungsphase auftraten und über das große Engagement Ehrenamtlicher, die mit anpackten und den Innenausbau fast ausschließlich in Eigenleistung bewerkstelligten. Neben der Gewinnungstechnik waren auch viele Exponate aus Lahn-Marmor zu bestaunen. Auch die Dokumentation über die Verbreitung der Lahn-Marmor-Werksteine stieß auf großes Interesse. Dabei stellten die aufmerksamen Besucher schnell fest, dass der Taufstein aus der Igstadter Kirche noch nicht dokumentiert ist. Kurzerhand wurde vereinbart, dies nachzuholen. Ingrid Dahl, 2. Vorsitzende des HGV, lud Herrn Alban nach Igstadt ein, der sich begeistert zeigte und spontan zusagte.

Die Führung zum ehemaligen Unica-Steinbruch übernahm Michael Weidenfeller. Genau 380 Meter misst die Entfernung vom Museum zum Steinbruch. Auf dem Weg wird die Erdgeschichte von der Jetzt-Zeit bis in die Zeit der Entstehung des Marmors auf informativen Tafeln dargestellt. Mit jedem Meter legt man also eine Million Jahre zurück bis in das Devon vor 380 Millionen Jahren. Zu dieser Zeit herrschte ein tropisches Klima. Die Gegend um Villmar lag damals knapp südlich des Äquators. In den flachen Gewässern bildete sich Riff, das sich überwiegend aus schwammartigen Lebewesen, den sogenannten Stromatoporen aufbaute. Auch Korallen und Seelilien sind nachweisbar. Aktive Vulkane und Stürme zerstörten immer wieder Teile des Riffs. Über viele Millionen Jahre versteinerten schließlich die Ablagerungen und wurden erst wieder mit dem Abbau der Gesteine sichtbar. Aufbau und Geschichte des Riffs sind im Steinbruch Unica in einer glatt geschliffenen ehemaligen Abbauwand zu studieren. Der Einblick in ein devonzeitliches Riff ist weltweit einzigartig, so dass der ehemalige Steinbruch unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Von Villmar aus ging es nach kurzer Fahrt zum König-Konrad-Denkmal, das hoch über der Lahn auf einem steilen Felsen, dem Bodenstein, 1894 erbaut wurde. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf das Lahntal mit Villmar im Osten und Runkel mit der Burg und dem Schloss Schadeck im Westen. Das Denkmal ist dem deutschen König Konrad I. (911-918) gewidmet, der die Krone Heinrich von Sachsen übertrug. Die aus Sandstein gefertigte 2,30 m hohe Statue steht auf einem Sockel aus Lahn-Marmor. Sie zeigt den König bei der Kronübergabe. Anschließend kehrten die Igstadter im Gasthaus Schaaf in Runkel-Schadeck ein, wo man bei leckerer regionaler Küche und kalten Getränken die Fahrt ausklingen ließ.

Michael Weidenfeller

11. April 2018: "Runder Tisch" als Bürgerversammlung zur Gestaltung des Lindenplatzes und der Restaurierung der Denkmäler auf dem Platz

11. April 2018: Runder Tisch als Bürgerversammlung zum "Platz an der Linde".

Ortsbeirat und Grünflächenamt laden ein zu einem Gespräch über die Gestaltung des Lindenplatzes nach dem Abschluss der Baumaßnahmen der Peter-Rosegger-Schule und über die Zukunft der Denkmäler auf dem Platz. Nachstehend finden Sie die Einladung des Dezernates für Umwelt, Grünflächen und Verkehr über Herrn Stadtrat Andreas Kowol als PDF-Datei.

11. April, 18.30 Uhr, Pfarrscheune Igstadt. Die Pläne sind bereits ab 18.00 Uhr zu sehen.

Einladung Bürgerversammlung_Lindenplatz.
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20. April 2018: Engagierte Igstadterinnen und Igstadter treffen sich auf dem Lindenplatz für einen alternativen Vorschlag

Wie auch der Tagespresse zu entnehmen war, war die Mehrheit der Teilnehmenden der Bürgerversammlung "Runder Tisch" am 11. April 2018 mit den vorgestellten Planungen des Grünflächenamtes und des Kulturamtes/Amt für Denkmalpflege zur Gestaltung des Lindenplatzes, der barrierefreien Zuwegung zur Schule über den Platz und der Restaurierung der beiden Denkmäler nicht einverstanden. Das Grünflächenamt zeigte sich offen für Vorschläge aus der Bürgerschaft zur Nachbesserung. Um mit einer Stimme zu sprechen, trafen sich am 20. April unter der Federführung von Oliver Weiß, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Igstadter Ortsvereine, und Erik Dahlhäuser, Vorsitzender der Kerbegesellschaft, zahlreiche Vertreter von Igstadter Vereinen, des Ortsbeirates sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger, um sich über die Gestaltung des Platzes und die Zukunft der Denkmäler zu verständigen. Es war Konsens, dass einerseits der Historie (siehe auch unter Archiv 2015 und 2016) des Platzes - soweit noch sichtbar - Rechnung getragen werden sollte wie auch der Nutzung des Platzes durch die Kerbegesellschaft zur Durchführung der traditionsreichen Lindenkerb. Man einigte sich u.a. über den Standort des Lennetisches bzw. seiner Replik, die Begrenzung des sog. Kriegerdenkmals, den Verlauf der Beete, die Ausgestaltung des Zauns und dessen Begrünung, den Standort der Bänke und des Baumköchers für den Weihnachtsbaum und den Verlauf des Zugangs zu dem Platz. Wiederholt wurde der direkte Zugang zu der Dachterrasse des Schulerweiterungsbaus von dem Lindenplatz aus angemahnt wie in der Beschlussvorlage von dem Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden und dem Ortsbeirat Igstadt 2016 beschlossen, aber seitens des Schulamtes nicht ausgeführt. Der gemeinsame Vorschlag vom 20. April 2018 wird dem Grünflächenamt fristgerecht bis zum 28. April 2018 über die Interessengemeinschaft der Ortsvereine übermittelt. Man ist bereits jetzt sehr auf das weitere Verfahren und den nächsten "Runden Tisch" gespannt.

Termine zum Vormerken auf einen Blick

ANGEBOTE DES HGV
11. August 2018:
  Geführte "Erste Igstadter Gemarkungsumgehung". Tageswanderung.

15. September 2018: Tagesexkursion zum Haus der Geschichte in Bonn

NEUE DOKUMENTATION ZUR ORTSGESCHICHTE

NEUERSCHEINUNG

1945: Es war die Stunde Null, auch in Igstadt. Der Krieg war schon lange verloren, die Versprechung eines tausendjährigen Reiches ein grausamer Betrug, zahllose Männer waren auf den Schlachtfeldern zu Tode gekommen oder in der Kriegsgefangenschaft – und die siegreichen Amerikaner rollten in Jeeps und Panzern durch unser Dorf. Alles, was nach 1933 Gesetz wurde, war nun nichtig. Wie durchkommen, war die große Frage. (...) Im Herbst 1946 stand eine weitere große Herausforderung vor der Tür: Etwa 300 aus ihrer Heimat vertriebene Sudetendeutsche wurden dem kleinen 1000-Einwohnerdorf Igstadt einfach „zugewiesen“. Wo sollten sie wohnen und schlafen, woher etwas zum Essen bekommen? Natürlich gab es zunächst große Probleme, Widerstand, Verweigerung. Aber es fanden sich auch entschlossene Igstadter ein, die zugriffen. (...) Der HGV hat all diese Ereignisse in der vorliegenden Dokumentation beschrieben und hiermit erneut ein Stück Igstadter Ortsgeschichte vor dem Vergessen bewahrt.
136 Seiten, Bilderdruck, Hardcover, Verkaufspreis: 19,80 €

In Igstadt erhältlich im Igstadter Kiosk, Hauptstr. 9, bei Ingrid Dahl, Am Wasserturm 24 und im Buchhandel.

Und immer wieder freitags ...

... ab 17.oo Uhr traf man sich seit März 2015 bei trockenem Wetter in Igstadt "auf der Linde", Hauptstraße. Das letzte Treffen war am 17. März 2017, denn in der folgenden Woche wurde mit den Bauarbeiten für die Schulerweiterung begonnen. Wir sagen dem nun abgesperrten Lindenplatz für zwei Jahre "adieu".

Die lieb gewordene Tradition der Freitagstreffen wird jedoch fortgeführt am Dorfbrunnen in der Bornstraße. Premiere war am Freitag, 24. März 2017.

Die nächsten Treffen bei trockenem Wetter: 25. Mai 2018. Rekordverdächtig war das Treffen am 28. Juli 2017: Bei schönsten Sommertemperaturen erfreuten sich 28 Personen an dem "Plausch am Brunnenplatz". Aber auch der erste schöne Frühlingstag am 6. April 2018 lockte 24 Personen in der Altersspanne von 12 Monaten bis 94 Jahren an. Daraus ergab sich eine besonders lebendige und interessante Mischung an Gesprächsthemen.
Seit 2010 sprudelt der ehemalige "Kerchborn" in dieser schön gefassten Quelle und die Bänke laden zum Verweilen ein. Der Lennetisch zum Abstellen der Getränke und Knabbereien fehlt dem Freitagstreff sehr, der kleine Klapptisch eines freundlichen Nachbarn schafft jedoch regelmäßig Abhilfe.

Interessantes

70 Jahre Israel-70 Jahre Kfar Saba. Ausstellungseröffnung 6. Mai 2018, 17 Uhr

Grußwort: Oberbürgermeister Sven Gerich | Vortrag: Prof. Dr. Roman Posek, Vors. Richter des Hess. Staatsgerichtshofes. Mitwirkung: Freundeskreis Kfar Saba e.V. Ausstellung bis 20. Mai 2018, Stadtarchiv Wiesbaden. Eintritt frei.

Ein der Gottheit gewidmeter Tempel. Das Conversationshaus 1810-1904. Vortrag von Dr. Bernd-Michael Neese. 6. Mai 2018, 19 Uhr, Stadtarchiv. Eintritt frei.

"Die Geschichte soll nicht das Gedächtnis beschweren,
sondern den Verstand erleuchten." Ephraim Lessing

Das Igstadter Wappen