Vergangenheit erforschen - Gegenwart gestalten - Zukunft erleben

Willkommen beim Heimat- und Geschichtsverein Igstadt e.V.

Ich, der Igstadter Jupiter, begrüße Sie und freue mich, dass Sie den Weg zu unserer Website gefunden haben.

Thronender Jupiter
Thronender Jupiter

 Es erwarten Sie hier:

 - Aktuelles zu den Vorhaben des Vereins
- Interessantes zur Igstadter Ortsgeschichte

- Informationen zu Veranstaltungen

- Wissenswertes zum Verein

- Eine Fülle historischer Bilder

Warum ich Sie begrüßen darf und wer ich bin, erfahren Sie natürlich auch unter: Igstadter Jupiter.

Eine gute Nachricht: Der Igstadter Jupiter gehört zu den Ausstellungsstücken des neuen Stadtmuseums am Markt (SAM), Wiesbaden. Das Museum wurde am 11. September 2016 eröffnet und Jupiters jahrzehntelanges Dasein in einer Holzkiste fand hiermit ein glückliches Ende.

Öffnungszeiten SAM: täglich außer montags, 11-17 Uhr. Der Eintritt ist am ersten Samstag im Monat frei - wie auch im Museum, Friedrich-Ebert-Allee 2.

SAM_Prospekt_09-2016.pdf
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Aktuell & Interessant

11. Mai 2019: Halbtagesfahrt zur historischen Schiffsmühle in Ginsheim

Schiffsmühle Ginsheim, Foto HGV Igstadt
Schiffsmühle Ginsheim, Foto HGV Igstadt

"Schauen Sie ma(h)l R(h)ein"

Dieses Motto des Vereins, der die historische Schiffsmühle in Ginsheim betreut, nahm der Heimat-und Geschichtsverein Igstadt wörtlich. Die diesjährige Halbtagesfahrt am 11. Mai 2019 führte uns bei leider kühlem und regnerischem Wetter zum Altrhein. An der Exkursion nahmen 30 Personen teil. Über mehrere Jahrhunderte hinweg arbeiteten Schiffsmühlen im Rhein vor Ginsheim. Zunächst noch im Altrhein, bis in Astheim der Steindamm gebaut wurde, dann im Hauptstrom des Rheins. Natürlich wurde nicht nur Ginsheimer Getreide verarbeitet; aus dem gesamten Ried brachten Bauern das Getreide zum Mahlen. Vor allem in trockenen Jahren hatten die Schiffsmüller viel Arbeit, und es wurde Tag und Nacht besonders hart gearbeitet, wenn die Bäche im Ried und im vorderen Odenwald nicht mehr genug Wasser zum Antreiben der Mühlräder führten. Aber auch die Ginsheimer Wirte – von denen es eine recht große Anzahl gab und immer noch gibt – haben ebenso wie die Schmiede, die Schreiner und die Wagner von ihren Gästen, die das Getreide anlieferten und das Mehl mitnahmen, profitiert. So war Ginsheim in den vergangenen Jahrhunderten eine verhältnismäßig wohlhabende Gemeinde. Bis zu 21 dieser schwimmenden Kleinbetriebe zur Getreideverarbeitung waren hier gleichzeitig verankert, bevor sie der aufkommenden Industrialisierung und dem wachsenden Schiffsverkehr weichen mussten. Die letzte Schiffsmühle stellte 1928 ihren Betrieb ein, wurde sofort unter Denkmalschutz gestellt und 1934 nach Mainz geschleppt. Leider ist dieses Original am 27. Februar 1945 bei einem Luftangriff zerstört worden. Im Jahr 2002 wurde seitens des Heimat- und Kultur-Vereins Ginsheim der Entschluss gefasst, eine Schiffsmühle zu rekonstruieren. Dazu wurde im Jahr 2008 eigens der Verein „Historische Rheinschiffsmühle“ gegründet. Nachdem die Finanzierung gesichert war, begann im Jahr 2011 die Rekonstruktion. Auf einem stählernen Ponton wurde der Mühlenaufbau nach allen Regeln der Zimmermannskunst aus Holz errichtet. Viele Teile der Mühlentechnik konnten aus anderen Mühlen als Originale wieder eingebaut werden. Seit 2015 ist die Schiffsmühle zu besichtigen. Heute bietet die authentische Rekonstruktion der letzten produktiven Rheinschiffsmühle interessante und spannende Einblicke in die Technik und die Arbeitsbedingungen vergangener Zeiten. 

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des Vereins „Historische Rheinschiffsmühle“ e.V., Herbert Jack, folgte die Führung durch die Mühle. Alle Arbeitsschritte des Mahlvorgangs, die Technik und die Arbeits- und Lebensbedingungen der Müller und ihrer Gesellen wurden hochinteressant und anekdotenreich vorgestellt. Die Walzenstühle, Siebvorrichtungen und Geräte zur Getreidereinigung wurden in Gang gesetzt und erklärt. Im Laufe des Verarbeitungsprozesses wird das Mahlgut mehrfach über Elevatoren in die oberen Etagen gebracht und gelangt auf seinem Weg durch die einzelnen Maschinen durch die Schwerkraft wieder nach unten. Die Teilnehmer konnten während der fast 2-stündigen Führung in die Welt des Mühlenbetriebs eintauchen und gewannen viele interessante Eindrücke. Die Außenbesichtigung der Schiffsmühle fiel aufgrund des schlechten Wetters nur sehr kurz aus. Anschließend kehrten die Igstadter im Ginsheimer "Ratskeller" ein und ließen den Tag bei leckerem Essen und Trinken in gemütlicher Runde ausklingen.

Hans-Jürgen Werner

Heimat- und Geschichtsverein Igstadt

2019-05-11_Bericht Schiffsmühle.pdf
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Neue Dokumentation in Vorbereitung: Der Platz auf der Lindenhöhe oder "die Lenn". Die Geschichte, die Denkmäler und die Entwicklung des Platzes. Aufsätze, Dokumente, Bilder.

Archiv HGV, 2016, M. Weidenfeller
Archiv HGV, 2016, M. Weidenfeller

Der Platz auf der Lindenhöhe, der Lindenplatz oder die „Lenn“ ist in der Geschichte Igstadts ein Ort der Identifikation, der Begegnungen und der Auseinandersetzungen, aber auch ein denkmalgeschützter Ort in dem historischen Ortskern und ein inzwischen kleiner Platz, auf dem sich zwei Einzeldenkmäler befinden. Obwohl ein gefühlter Mittelpunkt, ein „Wohnzimmer“ und seit Generationen als Kulisse für Fotografien gewählt, gibt es keine Gesamtbetrachtung dieses Ensembles. Diese Aufgabe hat sich der HGV gestellt. Die Dokumentation findet ihren Ausgangspunkt in der Beschreibung der lokalen Besonderheiten, geologisch wie historisch. Aber die Beschäftigung mit dem Kriegerdenkmal zu 1870/71 weist schnell über den lokalen Bezug hinaus zu den regionalen Zusammenhängen bis hin zu dem deutsch-französischen Krieg und der Reichsgründung. Der Blick auf die Erinnerungskultur richtet sich auch auf alle Denkmäler, die in Wiesbaden und seinen heutigen Vororten zu dem Krieg 1870/71 entstanden sind. Das Buch mit seinen Einzelbeiträgen, Bildern und Originaldokumenten vermittelt ein ebenso umfassendes, informatives wie unterhaltsames Bild des Platzes an der Lindenhöhe. Einiges wird erinnert werden, anders neu kennen gelernt und wieder anders unter einem neuen Blickwinkel betrachtet werden. All das macht die vorliegende Dokumentation zu einem wertvollen Beitrag, nicht nur zur Ortsgeschichte Igstadts. Die Dokumentation soll zum Igstadter Adventsmarkt 2019 vorgestellt werden.

Ungewöhnliche Gäste beim Zug durch Igstadt am Ostersamstag, 20. 4.2019

Termine zum Vormerken auf einen Blick

Samstag, 07.09.2019: Teilnahme an den Igstadter Kulturtagen mit einem historischen Rundgang. „Dornenhecken und Tore – ein Rundgang entlang der ehemaligen Dorfbefestigung“, lautet der Titel der ca. 1,5-stündigen Zeitreise. Das vollständige Programm zu den Kulturtagen wird im Juli 2019 vorliegen.

Samstag, 21.09.2019: Tagesfahrt des HGV nach Bad Homburg. Informationen zu der Fahrt folgen zeitnah.

Und immer wieder freitags ... ab Januar 2019 wieder am Brunnenplatz, Bornstraße, wegen der Baumaßnahmen auf dem Lindenplatz.

Das nächste Treffen bei trockenem Wetter ist am 17. Mai und 24. Mai 2019 ab 17 Uhr auf dem Platz am Brunnen in der Bornstraße. Am 24. Mai wird anschließend der Besuch des Weinstandes hinter der Kirche empfohlen!

Freitags ab 17 Uhr traf man sich seit März 2015 bei trockenem Wetter in Igstadt "auf der Linde", Hauptstraße. Das letzte Treffen war am 17. März 2017, denn in der folgenden Woche wurde mit den Bauarbeiten für die Schulerweiterung begonnen. Wir sagten dem nun abgesperrten Lindenplatz für knapp zwei Jahre "adieu".

Die lieb gewordene Tradition der Freitagstreffen wurde fortgeführt am Dorfbrunnen in der Bornstraße. Premiere war am Freitag, 24. März 2017.
Seit 2010 sprudelt der ehemalige "Kerchborn" in dieser schön gefassten Quelle und die Bänke laden zum Verweilen ein. Ab November 2018 traf man sich wieder auf dem Lindenplatz. Ab 25. Januar 2019 wiederum am Brunnenplatz wegen der Restaurierung der Denkmäler auf dem Lindenplatz. Alle sind herzlich willkommen.

Interessantes

Stadtarchiv Wiesbaden, Im Rad 42, 65197 Wiesbaden: Ausstellung. Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 28. März 2019, 19 Uhr.

"Kriegszerstörungen und Wiederaufbau". Fotoschätze von Willi Rudolph mit einer Einführung von seinem Sohn Richard Rudolph. "Der Fotograf Willi Rudolph streifte tagelang durch Stadtbezirke, die bombardiert worden waren, und dokumentierte die Zerstörungen der Jahre 1944 bis 1945 akribisch mit seiner Kamera. (...) Dank aufwendiger Restaurierung können sie (die Fotos) im Stadtarchiv erstmals in ansprechender Größe betrachtet werden und überraschen mit ihren Detailreichtum. (...)

"Die Geschichte soll nicht das Gedächtnis beschweren,
sondern den Verstand erleuchten." Ephraim Lessing

Das Igstadter Wappen